Freitag, 19. Oktober 2007

Die Wahrheit tut eben weh - und führt zu "Gehirnbrand"

Durch Zufall stieß ich soeben auf eine... (ja, was eigentlich?) Abhandlung zum Thema Jugend und Drogen. Nach den ersten paar Sätzen zweifelte ich schon daran, ob das denn nun ernst gemeint ist.
Weswegen? Man führe sich allein diesen Satz zu Gemüte:

"Drogen sind neben Unzucht, Hipf Hüpf und unlöblichen Heimrechnerspielen ein weiterer Grund für die Verwahrlosung der Jugend. "

Hinzu kommt, dass dieser angebliche Reinhard Pfaffenberg so aussehen soll:
Nein, das nehme ich denen nicht ab. Die sprachlichen Finessen sind zwar einmalig, übertroffen wird aber alles von dem Begriff "Gehirnbrand". Erste Sahne. Und wer´s noch nicht wusste: Man kriegt ständig Gehirnbrand, will man der Tabelle unten glauben:

Unlöblich: HipHop Löblich: Lungengewebe!
Bitte sag´ mir einer oder eine, dass dies hier nicht authentisch, ernst gemeint ist!
http://pfaffenberg.permuda.net/drogen.html

Je länger ich mir das so angucke... allein schon das M&Ms-Bild mit den Extrasi-Pillen scheint so unglaublich. Ich muss einen unheimlich tollen I-net-Gag verpasst haben.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Kinderschokolade für die ganz Harten

Das gute alte erste Kinderschokoladen-Kind war ja schon recht dubios. Männlein oder Weiblein? Sind das seine/ihre eigenen Zähne? Wird das Grinsen mit Hilfe von Drahtharken an den Mundwinkeln produziert?
Dennoch fraß man schlussendlich soviel Kinderschoki, dass man sich an diesem unheimlichen "Kind" nicht weiter störte. Gewöhnungseffekt sagt man wohl. Über Jahre vieler Generationen hinweg aufgebaut.
Und dann kam das neue Kinder-Vieh. Die "Grinse" sieht nun mal wirklich zähnefletschend aus und der Einfluss einer rabiaten, überaus geschminkten Mutter und Hausfrau auf das vormals infantile Geschöpf ist deutlich zu erkennen. Wer also Angst vor verbiesterten, bemalten Hausmüttern hat, kriegt bei diesem Kind einen leichten panischen Knall.

Ferrero setzt wohl auf einen neuerlichen Gewöhnungseffekt. Zumindest dachte und hoffte ich das.
Bis ich eines unliebsamen Tages an der Rewe-Süßigkeiten-Abteilung entlangmarschierte und ich von einem halben Dutzend bösartiger Kinder angestirrt wurde. Ungefähr so:

bitte hier klicken, um den Psycho-ich-fress-gleich-deine-Zunge-Blick genauer zu betrachten!

Ja, genau: Bilder sprechen für sich! Spätestens jetzt ruft Kinderschokolade pünktlich zum 40jährigen Jubiläum starke Paranoia und Zwangsneurosen hervor. Jedenfalls liegen die Kinder in meiner Küche mit dem Gesicht zu Boden.

Montag, 8. Oktober 2007

Hundi

Nein, eigentlich ist das keine Ausgeburt meiner chauvinistischen Ader.
Ich fand den Hund nur so klasse!

Freitag, 28. September 2007

Steven´s Clownparade, ein weiblicher Pinocchio und sonstiger Ausfluss in meinem Hirn

Der Anlass, der mich dazu bringt, mal hier wieder was reinzuschmieren, nennt sich schlicht Grippe. Wobei der Begriff "Grippe" nicht all meine gesammelten und sorgsam katalogisierten Symptome beschreibt.
- Ja, ich habe Angst, zu einem Hypochonder zu mutieren. Hysterisch kreischen habe ich schon gut drauf.

Da halbherziges Auskurieren nicht möglich zu sein scheint, habe ich mich nun für Tage in meiner Wohnung eingeschlossen und tue nichts. Absolut nichts. Wer "The Big Lebowski" gesehen hat, weiß, was das bedeutet. Nur dass ich zu faul bin, mir White Russian zu mixen und einkaufen zu gehen. Hier fix ein Bild, um des Lesers Vorstellungskraft zu fördern:Wenn ich also an meinem Spiegelbild meinen Lebenswandel der vergangenen drei Tage ablesen müsste, käme ich zu dem Ergebnis, dass ich in dieser Zeit a) nicht geduscht und b) meine Klamotten nicht gewechselt habe. Die Wohnung erfuhr ein ähnliches Maß an Aufmerksamkeit.
In mitten dieses Chaos, dieser Keime, dieses muffigen Gestanks und der völligen Isolation dröhnt von mir nicht bewusst ausgewählte Musik durch diesen Privat-Moloch.
"Hit the Road, Jack" von Ray Charles, der PulpFiction-Soundtrack und unerklärlicherweise ein Lied dreier verdammenswürdiger Schnepfen, die im Refrain beständig was von Roger trällern und sich Niveau in die Augen schmieren. Über diesen Wege: Ein verhurtes Dankeschön, ihr Bastarde!
Das gute alte Ghostbusterlied treibt zusätzlich meine Fieberträume an, während ich mich vom Bett ins Bad und dann rüber zum Sofa schleppe.

Letzte Nacht träumte ich von einigen asozialen Krawall-Clowns mit gelben Zähnen, die partout den Zirkus in einen Schlachthof umzugestalten versuchten. Ich gab ihnen die Nummer dieser fetten Blondine, die auf Vox beständig anderer Leute Wohnungen ausräumen und neu streichen lässt.
Man muss nur die Leute zu handeln wissen.

Nur was soll ich mit diesem weiblichen Pinocchio machen, der zwei Etagen unter mir beim Duschen stetig singt "La-Li-Lamm, ich bin ein Hampelmann / Sieh nur, wie flink ich zappeln kann... Ich höre das, während ich selber im Bad stehe (nicht, dass ich Körperhygiene betreiben würde), werfe meinem Spiegelbild einen vielsagend-skeptischen Blick zu, der mir promt bestätigend entgegnet wird und flüchte wieder in eine dunkle Ecke meiner Behausung.
Das Bild, das sich dem bemitleidenswerten Duschkopf weiter unten jeden Tag auf´s Neue bietet, ist wahrscheinlich unbeschreiblich. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal die Hoffnungen eines Duschkopfes teilen würde, aber: Irgendwann rutscht diese Ausgeburt aus Meister Eders Werkstatt hoffentlich aus und bricht sich die Kiefer. Tolles Wortspiel? Ich bin entschuldigt.

Wieso also üble, teure Drogen nehmen, wenn man auch dank einiger Viren und dank des normalen Lebens in der Stadt kaum zu begreifende Phänomene und verdammenswürdige Kreaturen zu Gesicht bekommen kann?
In meiner Wohnung, in meinem Kopf herrscht zu Weilen also der pure Wahnsinn. Zumal ich einen Ohrwurm von diesem Schnepfen-Roger-Lied habe.

Meine nächsten Schritte sehen einfach aus:
Ich verbarrikadiere meine Wohnungstür mit allen Möbeln die ich habe, versuche mittels eines Wasserrohrbruchs im Bad das hölzerne Weiblein unter mir zu ersaufen, und ernähre mich die nächsten Jahre von Tauben, die ich an meine Fensterbank locke. Quasi wie McDrive, nur dass er fliegt und er zu mir kommt.
Wohl bekommts!

Freitag, 24. August 2007

So muss das!

Bevor wir uns dem hässlichen Inselvölkchen widmen, dass wir im übrigen mit unserer c-elf am vergangenen Mittwoch im Theaterkasten "Wembley" weggeputzt haben, möchte ich hier das Augenmerk auf unsere andere, glorreiche Mannschaft lenken:

Ich geh mal nicht davon aus, dass der Matlik (?) auf seinen eigenen Platz kotieren wollte...
Insofern: Schöne Aktion!

Mittwoch, 8. August 2007

Was? Schon August?

Ja, es wird Zeit, mal wieder hier was zu posten. Nur hab ich weder Zeit, noch kommt mir irgendein Stein des Anstoßes entgegengerollt.

Mal sehen, was sich auf der Seucheninsel die Tage so entwickelt.
Schon irgendwie auffällig, dass die Maul-und-Klauenseuche immer erst im Land der Klippenpisser ausbricht. Und dann haben wir noch lustige Erfindungen wie BSE von dieser hässlichen Insel importieren dürfen.

Ob die Seuchen durch den immerwährenden Inzest herrühren, den die Inselaffen dort zwangsweise praktizieren?
Das würde auch erklären warum der gemeine Tommy so ausgesprochen hässlich ist.

Ich werde also mal recherchieren, was es hiermit auf sich hat:



Montag, 16. Juli 2007

Eine Muh, eine Mäh, eine Tätterätätä

Ungefähr auf diese Zeile beschränken sich meine Hirnaktivitäten, wenn ich bei der Bäckerei Hosselmann meine drei Brötchen kaufen möchte. Dummerweise geht zur Backwaren-Rush-hour nämlich die Hälfte der Belegschaft nach Hause. Klar, dass sich vor der überforderten Schminktuse eine elendig lange aufbaut.
Und natürlich denken sich Rentner, dass sie genau zu dieser Stoßzeit der Berufstätigen noch unbedingt ein geschnittenes Weizenbrot ohne Kleie und Mehlwürmer haben wollen. Auf Stärke 12 geschnitten, ein kleines Stück Streuselkuchen und anstelle des Weizenbrotes doch lieber ein Roggen.
Wie ich diese US-amerikanische Militärpolizei hasse, die vor knapp 60 Jahren so einige SS-Sturmbannführer übersehen hat. Und ich muss nun drunter leiden.
Warum die Kollegin von der zugeschmierten, alterslosen Thekenschlampe der doch recht fragwürdigen Tätigkeit nachgeht, die Ofenbleche der Brötchenfabrik sauber zu kratzen, anstatt die Kunden zu bedienen, will mir auch nicht in den Kopf.
Aber wahrscheinlich ist es hier wie mit unserem Innenminister. Der Schäuble hat ohnehin mehr Überblick über die Scharen von Terroristen, als die ganzen Nörgler, die ihre Freihet durch seine Gesetzesvorschläge bedroht sehen. Ich bin einer dieser Nörgler und habe die bürgerliche Pflicht um der Freiheit und Gerechtigkeit Willen die Schäuble-Backenwarenfach-was-auch-immer und dem kleinen SS-Heydrich da vor mir mit dem Kuchenblech so gehörig einen überzubraten, dass weder Holocaust noch Warteschlangen jemals wieder die Welt belästigen. Wobei es hier einen direkten, praxisnahen Zusammenhang zwischen industrieller Massenvernichtung und Menschenschlangen gibt. Wenn mich das nicht in meinem Überlegungen bestärkt, was dann?
Mark Madlog reißt mich aus meinen Gedanken und schreit mir ins Ohr: "Fick die Hühner, ist das geil: Du bist dran!"
Erwacht aus meiner hass-brodlerischen Trance sehe ich, dass der SS-Opi mit Kleie, Gicht und den letzten Brötchen abgehauen ist und wie sich die Ofenblech-Trulla zu mir mit höchst Holocaust-verdächtiger Mimik umdreht. Schief grinsen, Mittelfinger-Eminem-Geste präsentieren und den Laden verlassen. Das hätte ich schon beim Hereingehen machen sollen...