Mittwoch, 9. Mai 2007

Alzheimer, Altzheimer, Altshaima...

Seit letztem Sonntag scheint sich mein, vor Jahren via Rindfleisch aufgenommenes, BSE-Gedöns an den Synapsen meines Hirns ernsthaft zu schaffen zu machen.
Es fing damit an, dass ich meinen Ring versehentlich in die Schublade meiner Kommode gedonnert hatte und ihn alleine nicht mehr finden konnte.

Dienstags konnte ich mich an meine Festnetznummer nur noch bruchstückhaft erinnern. Diesen Bruchstücken jedoch addierte oder subrahierte ich einige Zähler immer hinzu. Warum auch immer. Besonders dieser Vorfall lässt mich Schlimmes befürchten.

Als ich gestern Abend dann einen Bekannten traf, mit dem ich mich schon des öfteren über belanglose Dinge unterhalten hatte, fiel mir dessen verdammter Name nicht mehr ein. Ich musste einen Freund fragen. Offenbar kannte ich ohnehin nur den Spitznamen des Bekannten.
Aber selbst der war mir entfallen.

Wahnsinnig bin ich darauf spät Abends geworden, als mir die Begriffe "empirisch" oder "Empirismus" nicht mehr einfallen wollten. Es lag mir auf der Zunge und dennoch konnte ich nur durch einen glücklichen Zufall und mit meinem Fremdwörterlexikon die geistige Folter lösen.
Ich mache mir ernsthafte Sorgen. Insgesamt bin ich sehr gut aufgelegt, körperlich fit und ansonsten auch sprachlich nicht beeinträchtigt.
Es sind diese kleinen Dinge, die mich stutzig werden lassen.

Hinzukommt, dass mich Dinge wie "Schwarze Löcher", "Quantenmechanik", "Erkenntnistheorien" und anderer Tünnis verrückt machen. Ich verstehe diese Gehirnakrobatik nicht. Wer kommt auf solche Ideen? Raum und Zeit werden gekrümmt? Eine paradoxe, verstrahlte Katze in einer Kiste? Wer hat denn bitte schön ein Problem mit seiner Gehirnfunktion? In welcher Hirnfurche haben diese Leute denn eine halbtote, verwirrte Katze stecken?

Um diese Frage zu beantworten, möchte ich die Anfangs-Grafik noch einmal herbemühen:








Post Scriptum:
Ich habe selten soviele Flüchtigkeitsfehler und umständliche Formulierungen gefunden, wie in diesem Text hier.
Es kostet mich Überwindung, das Wort "korrigieren" zu schreiben. Könnte ja ein Fehler drin enthalten sein. Andererseits würde ein Fehler ja erst existieren, wenn ich ihn sehe... Erkenntnistheorie ist doch eine feine Sache...

Donnerstag, 3. Mai 2007

Katzen, Schmetterlinge und viel pinke Farbe

Ungefähr so sieht nun die Fassade unseres Hauses aus.
Das Adjektiv "schwul" umschreibt es vielleicht am besten, zumal nicht nur Frauen an dieser Missgestaltung unserer Frontwand Schuld haben.
Was habe ich dem imaginären Allmächtigen bloß getan, dass ich in einem Haus voller bekloppter Freidenker, Kreativ-Kamikaze-Faschos, Ukrainern, stinkenden Studenten und Baumwollpflückern leben muss?

Schlimm genug, dass sich diese Gestalten täglich geruchlich bemerkbar machen müssen:
Die Studenten stinken nach einer Mischung aus Schweiß und Rauch, die Kreativ-Faschos sprühen sich übelst mit CK ein, die Ukrainer (wie unten schon erwähnt) stinken nach alte Menschen, Moder, schwitzigen Füßen und Wirsingeintopf. Der Baumwollpflücker riecht nach Erde, was neutral ist, aber dennoch hau´ ich einem Gebiss, das mich nachts verfolgt weiterhin auf´s Maul.

Vollkommen irre? Ja, dank dieser geruchsstörenden Kulisse hier im Hausflur, kann ich inzwischen das Leiden der berühmtesten Romanfigur von Patrick Süßkind in der stinkenden Metropole Paris im 18ten Jahrhundert gut nachfühlen.

Schrecklicher Weise stinkt meine Jacke nun auch noch nach "Go" von "Joop". Aber solange das nicht zu der Sparte "Pflegeprodukte" gehört, habe ich nur ein Geruchsproblem.

(Achtung: Werbeähnliche Beeinflussung durch dieses Bild -sei es auch nur unterbewusster Art- bitte ich zu berücksichtigen.
Also: NICHT KAUFEN!)

Mittwoch, 2. Mai 2007

Grillen im Stadion



















Wäre ich auch mal zum Spiel Essen-Rostock gefahren, wie ich es mal angedacht hatte.
Röstet da einer seine Marshmellows über dem Feuerchen! Schöne Sache.

Sonntag, 29. April 2007

Boshaft!

Natürlich wird es pünktlich für die Tour am ersten Mai merklich kühler und bewölkter. Darf man denn aus dem Klimawandel gar nichts positives ziehen? So was abgrundtief böses...

Freitag, 27. April 2007

Der Erste Mai rückt näher!

Und so wie es aussieht, wird es endlich mal wieder ein erste Mai mit Wetter der Güteklasse A. Es ist also -in Anbetracht der vergangenen sonnigen, heißen Tage- wahrscheinlich, dass schon geplümst werden kann! Das Kanellowasser sieht bisher bestens aus.














Bollerwagen und eine annehmbare Rumpfcrew scheinen soweit startbereit zu sein. Auch wenn einer der wichtigsten Suff-Anarchos diesmal ausfallen wird. Wir gedenken hiermit dem Ewald O., der sich in die kältere Türkei (Is´mir übel!) geflüchtet hat.
An dieser Stelle bitte "Moby - Raining Man" einspielen!

Mittwoch, 25. April 2007

Schon ein komischer Haufen...

..., der hier im Hause wohnt. Die besten sind die beiden Rentner zwei Stockwerke unter meiner Wohnung. Ich bin mir nicht sicher, aber ihr knapp 35jähriger Sohn wohnt auch noch dort.
Jedenfalls scheinen diese beiden mir partout aus dem Weg zu gehen. Wenn ich das Treppenhaus herunter poltere und ihre Stimmen unten vor deren Wohnungstür höre, rechne ich stets damit auf die beiden leicht versifften Gestalten an zu treffen. Doch wie durch einen permanenten Zufall fällt die Tür vorher immer krachend ins Schloss. Wenn einer der beiden Yazgis -so der Name des Ehepaars- mal das Pech hat, nach dem Einkaufen kurz vor meiner Wenigkeit das Haus zu betreten, werden die richtig fix.
Ich grüße immer nett, ernte stets ein ängstlich-gebrummeltes "Hallo" und ZACK! -weg sind ´se.
Ich wüsste nicht, was ich denen getan hätte. Anfangs hab ich mir sogar bei jedem der Treppenhaus-Treffen ein Lächeln abgerungen. Inzwischen schenk ich mir das. Die beiden sind zu jeglicher Mimik unfähig.

Irgendwie könnten die beiden auch ein wunderbares Bergarbeiter- Ehepaar aus dem Donezk- Becken sein...

Es ist nicht lange her, dass ich dachte, der Mann wäre inzwischen gestorben und seine Frau würde den Leichnahm in ihrer Wohnung aufbewahren. Wie ich darauf komme? Nun, das war die einzige Erklärung für den fauligen, muffigen Fußgeruch, der stets im zweiten Stock schwebt. Nur auf dieses Stockwerk beschränkt, aber dafür umso intensiver. Hinzu kommt, dass ich Herrn Yazgi schon wochenlang nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte. Aber wahrscheinlich war es ihm nur lange Zeit erfolgreich geglückt, mir auszuweichen, sich in den Keller zu flüchten oder panisch in Luft aufzulösen.
Der Geruch ist geblieben und so darf ich jedesmal im zweiten Stock die Luft anhalten. - Wer weiß, was da alles an Schimmelpilzsporen herum fliegt.

Montag, 23. April 2007

Buah! Schwule Heteros adé!!

Die Nachrichten-Agentur dpa sollte sich schämen, solche Nachrichten unter´s Volk zu streuen. Und ich sollte mich schämen, bei web.de ab und an die "Lifestyle"-Kackofonien zu lesen.
(Wer auch mal will oder nicht weiß, was Kackofonien sind: rechts im Sideboard ist der Link)
Jedenfalls wird berichtet, dass der "moderne Mann" immer noch keinen Sinn für Stil und Schönheit hat. "Nach Angaben des Gewis-Instituts in Hamburg pflegt sich nicht einmal jeder fünfte Mann im Alter unter 40 Jahren mit speziellen Produkten."

Komisch, ich dachte die Zahl derer, die sich Haare gelen, mit rosa Pullis über den Schultern rumlaufen, mit Leder-Schnabel-Schuhen durch die Gegend rennen, nähme immer mehr zu. Angefangen hat das alles, als David Beckham die Überzeugung auf die Welt brachte, dass Brusthaare generell, aber besonders beim Mann, hochgradig ekelig seien.
Die metrosexuelle Seuche schien unaufhaltsam über die verweichtlichte Männerschaft unserer Zeit zu schwappen. Doch nun kann das Frauenmagazin "Elle" (nie was von gehört) Entwarnung geben: Wir Männer haben immernoch weder Geschmack, noch Sinn für eine vernünftige Wohnungseinrichtung. Zudem stinken wir bestialisch, als hätte wir uns soeben im Gedärm eines erlegten Mammuts gesuhlt.

Einerseits sehr beruhigend zu wissen, dass sich etwas nie ändern wird, andererseits fühle ich mich abermals von einem Trend im Stich gelassen. Ich hatte mir just Samstag extra eine Haarkur geleistet. Gut, dass sie arg nach Bier (samt Schaum!) ausschaut, hatte mein Gewissen umnebelt, aber dennoch gehöre ich nun zu jenen 20 Prozent, die "Pflegeprodukte nutzen"- allein diese Formulierung ließ mich aufschrecken.
Dabei wollte ich doch nur was gegen die Antennenbildung meiner stohigen, blonden Haare tun!!